Die Marke Burgol

born in Switzerland

1921 wird die Rezeptur für das BURGOL Schuhwachs erdacht. Etwa im Jahr 1936, fünf Jahre nachdem Adolf Sutter aus Oberhofen im Thurgau die Marke Woly gründete, beginnt dann der gelernte Drogist Rudolph Järmann aus Wichtrach (Kanton Bern, Schweiz) mit der Produktion des Schuhwachses auf jener Basis. Der Name BURGOL stammt aus dieser Zeit und leitet sich vom Namen der Stadt Burgdorf (selber Kanton) ab, in welcher das Schuhpflegemittel ursprünglich hergestellt wurde.

Das Schuhwachs wird zunächst ausschließlich im Gebiet Emmental verkauft, auch damals schon in den charakteristischen Blechdosen, jedoch unter einem etwas anderem Logo - dem Abbild des Schlosses Burgdorf.

Bei allen Geschäftstätigkeiten, besonders im Außendienst bzw. Verkauf, unterstützt ihn sein Sohn Alfred. Dieser heiratet ca. 1940 Frau Sophie-Marie Egger aus Aarwangen (selber Kanton) und bekommt von ihrem Vater Eduard Räumlichkeiten zur Herstellung angeboten. Daraufhin zieht das Familienunternehmen kurzerhand um, wobei als Markenemblem nun das Schloss des neuen Standortes Verwendung findet, was bis heute noch auf jeder Dose zu sehen ist.

Das Schloss in Aarwangen, Schweiz, das heute noch auf allen Schuhwachs-Dosen von Burgol zu sehen ist.

1946 ereignet sich ein verheerender Produktionsunfall. Der daraus resultierende Großbrand zerstört die Fertigungsanlagen vollständig und fordert sogar Verletzte. Nach dem Wiederaufbau übernimmt Alfred Järmann die Firma seines Vaters. An den traditionellen Produktionsmethoden ändert er indes nichts: Die Mischungen werden weiterhin in mächtigen Kochpfannen geschmolzen sowie dann direkt abgefüllt. Sukzessive steigt das Kundenaufkommen. Doch noch bis in die 1950er Jahre hinein wird jeder Kunde – inzwischen sind sie über den ganzen Kanton Bern verteilt – mit dem Fahrrad beliefert. Während jener expansiven Zeit helfen alle drei Töchter tapfer im Familienunternehmen mit, zwei von ihnen absolvieren dort auch ihre kaufmännische Lehre.

In Kooperation mit einem Labor verfeinert Järmann stetig seine Schuhpflegemittel. Neue Rezepturen entstehen, welche bis in die 1980ziger Jahre verwendet werden. Weil aber kein Nachfolger aus dem Verwandtenkreis gefunden wird, entschließt er sich im Jahre 1983 die BURGOL-Rezeptur zu verkaufen. Seither wurde das Schuhwachs unter der Bezeichnung Palmenwachsschuhcreme in geringen Maßen produziert und über den Orthopädiegroßhandel an die Schuhmachereien verkauft.

2004 entdeckte Rainer Ersfeld, Geschäftsführer der Freyersfeld GmbH in Konstanz, durch Zufall dieses Schuhwachs aus der Schweiz bei einem Schuhmacher auf Schloss Salem und einer Kundin in Zürich. In dieser Zeit wurden geringe Mengen an  Dosen in Deutschland und Österreich verkauft.  Überzeugt von seinem Konzept und dem Produkt übernahm er Markenaufbau sowie Produktmanagement und sicherte im selben Jahr die Wort- und Bildmarke BURGOL in Absprache mit dem damaligen Hersteller in Herzogenbuchsee. Im Herbst 2016 wurden die Namensrechte für die Schweiz an den Hersteller, der damals drei Burgolprodukte für uns herstellte, abgegeben.

Das Schuhwachs in wenigen Farben alleine reichte für ein rundes Sortiment zur Schuhpflege allerdings nicht aus. In den folgenden 10 Jahren bis 2015 wurden kontinuierlich weitere Produkte und Rezepturen mit höchstem Qualitätsstandard für die Schuhpflege-Linie entwickelt.
Beispielsweise dürften die handeingezogenen Polier- und Feinpolierbürsten in puncto Qualität und Haltbarkeit einmalig am Markt sein. Es folgten darüber hinaus die Schuhpomade, die Cordovanpomade, das Ledersohlenöl, der Schuhreiniger, das Lederfett, und Produkte zur Raulederpflege. Produktionsstandorte in Deutschland sowie dem benachbarten westlichen Ausland wurden gefunden, um die EU-Standards bezüglich Kennzeichnung und Produktsicherheit im Interesse unserer Kunden einhalten zu können.

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